Abflutung

Im Kühlturmbetrieb wird eine begrenzte Anreicherung der Wasserinhaltsstoffe toleriert. Die für den Kühlturmbetrieb maßgebliche Eindickung wird vorab festgelegt. Die so genannte Eindickzahl EZ ist das Verhältnis zwischen der maximal zulässigen Salzkonzentration des Kreislaufwassers und dem Salzgehalt des verfügbaren Frischwassers.

Üblicherweise liegt die Eindickzahl zwischen 2 und 4. Eine niedrige Eindickung erfordert eine häufigere Abflutung und führt zu einem höheren Wasserverbrauch. Betreiber großer Anlagen sind bestrebt, den Wasserverbrauch niedrig zu halten.

Korrosionsresistente Oberflächen und sauberes Frischwasser erlauben eine höhere Eindickung als korrosionsanfällige Werkstoffe und vorbelastetes Frischwasser. Durch die Wahl geeigneter Werkstoffe und durch Behandlung des Kreislaufwassers kann die Eindickzahl erhöht werden.

Wie sich dies auf die Abflutung und den Wasserverbrauch auswirkt, veranschaulicht nachfolgendes Beispiel. Es bezieht sich auf eine Verdunstung von 1 m³/h. Eine Eindickzahl von 2 bedeutet eine Verdoppelung der Salzkonzentration des Kreislaufwassers gegenüber dem Frischwasser, eine Eindickzahl von 4, die vierfache Konzentration.

Eine Steigerung der Eindickzahl von 2 auf 4 verringert die erforderliche Abflutung um 70 %. Noch höhere Eindickzahlen führen dagegen kaum noch zu nennenswerter Reduzierung.

Die verdunsteten und die abgefluteten Wassermengen müssen durch Frischwasser ersetzt werden. Der erforderliche Frischwasserbedarf wird wie folgt ermittelt:.